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Einfache Metallarbeiten

Metall ist eher ein Material, mit dem man einfachere Reparaturarbeiten selbst durchführen kann. Man kann Metall schleifen, löten, bohren, sägen, usw. Das sind alle Arbeiten, die uns bei Glas oder Keramik mehr oder minder verwehrt sind. Dementsprechend gibt es auch relativ viele Reparaturen, die wir selbst an den Metallteilen einer Lampe erledigen können.

Eine der ersten Metallarbeiten habe ich schon in einem früheren Abschnitt erwähnt: Das Heraussägen einer durchgerosteten Mutter aus dem Gewindestab.

Eine weitere, leicht zu erledigende Arbeit ist das feine Schleifen der Füße, falls bei einer 4-füßigen Lampe nicht alle 4 Füße exakt auf einer Ebene sind, und die Lampe daher etwas wackelt, wenn man sie antippt. Das Problem taucht ja bekanntlich bei 3-füßigen Lampen nicht auf. Wenn man Glück hat, ist die Arbeit durch leichtes Abschleifen eines Fußes erledigt. Wenn man Pech hat, hat man damit die exakte senkrechte Ausrichtung der Lampe etwas gestört, sie steht jetzt leicht schief. Dann muss man auch Schleifarbeit an den anderen Füßen leisten, bis alle 4 Füße die perfekte Planlage haben und die Lampe trotzdem gut senkrecht steht. Zur Prüfung der Planlage der Füße empfehle ich eine dicke, ebene Glasscheibe als Unterlage zu benutzen, die man absolut waagerecht ausgerichtet hat. Das geschieht leicht mit einer Wasserwaage. Falls eine Glasscheibe nicht zur Verfügung steht, kann man auch gerne eine Holzplatte oder einen beliebig anderen Gegenstand mit absoluter Planlage nehmen.

Den schiefen Stand einer Lampe kann man verbessern, indem man zuerst herausfindet, an welcher Stelle die Lampe die Schieflage bekommt. Kommt sie von den Füßen, kann man sie leicht durch entsprechendes Abschleifen der Füße verbessern. Kommt es jedoch von einer anderen Stelle, zum Beispiel von einer schiefen Säule oder einem verbogenen Gewinde, kann man versuchen, durch das Hineinschieben kleiner, dünner Messingplättchen in die Verbindungsstelle die Schieflage zu verbessern. Ich weiß, es ist ein Geduldspiel, und nicht immer zum Erfolg führend, aber probieren kann man es allemal. Sonst kann man gebogene Gewindeteile etc. nicht ohne weiteres zurückbiegen. Sitzt das Glasbassin schief, da man seinen Zapfen schief eingekittet hat, oder sitzt der Brenner schief, da der Vasenring nicht gut horizontal ist (das alles ist mehrfach vorgekommen!), kann man nicht allzu viel dagegen unternehmen. Ist aber die Schieflage optisch sehr störend, kann man doch den schief angebrachten Messingzapfen oder den Vasenring mit der oben geschilderten Methode abnehmen und mit neuen Teilen ersetzten, die man aber jetzt so sorgfältig einkittet, dass die störende Schieflage gut behoben ist. Es wird immer wieder vorkommen, dass eine Lampe, insbesondere eine recht hohe Säulenlampe, leicht schief ist. Das merkt man am besten, wenn man eine solche Lampe komplett mit aufgesetztem Glaszylinder auf einer Drehbühne um ihre senkrechte Achse dreht und beobachtet, wie der obere Teil des Zylinders eine kleine Pirouette vollführt. Das ist aber nicht weiter zu beanstanden. Das liegt in der Natur einer Lampe, die von unten bis oben aus vielen kleinen Teilen besteht, die aufeinander gesetzt worden sind.

 

Anlöten oder Ankleben eines gebrochenen Fußes aus Zinkguss

Eine etwas delikate und schwierigere Arbeit ist das Anlöten eines gebrochenen Fußes aus Zinkguss. Zinkguss ist ein sprödes Material, das leicht bricht, wenn man einen kräftigen Stoß darauf gibt oder wenn man versucht, verbogene Teile wieder zurück zu biegen. Drei von meinen Lampen kamen mit frisch gebrochenen Füßen an, weil der Lieferant sie nur knapp verpackt hatte, und man konnte die Spuren des Stoßes im Karton noch sehr gut sehen. Paketversand kann manchmal sehr rabiat sein. Das richtige Anlöten ist schwierig, weil der angelötete Fuß die gleiche Schräge und Höhe der anderen Füße haben muss, sonst bekommt die Lampe wirklich eine schiefe vertikale Lage. Nun, versuchen Sie mal, einen kleinen Fuß exakt so ausrichten, dass er einerseits perfekt an der Bruchkante liegt, und andererseits auch absolut die gleiche Schräge wie die anderen Füße aufweist. Das ist eine Arbeit, bei der man sich wirklich wünscht, mehrere Hände zu haben...

Es lauert noch eine ziemliche Gefahr, wenn man versucht, Zinkgussteile zu verlöten. Zinkguss besteht ja aus einer Legierung von Zink mit geringen Mengen von Blei, Antimon, Wismut, und noch weiteren Metallen, um Zink sehr flüssig und perfekt gießfähig zu machen. Diese Beimengungen erniedrigen aber den Schmelzpunkt der Legierung. Und es besteht wirklich Gefahr, dass man mit einer sehr heißen Lötpistole ein richtiges Loch bei dem zu verlötenden Zinkteil verursacht, anstatt eine fachgerechte und dauerhafte Verbindung herzustellen.

Eine mehr Erfolg versprechende Variante ist, den gebrochenen Fuß zu kleben, anstatt ihn zu löten. Mittlerweile gibt es extrem starke Zweikomponenten-Kleber, die für solche, anspruchsvolle, bisweilen großflächige Klebearbeiten hervorragend geeignet sind. Ich arbeite seit Jahren mit dem Zweikomponenten-Kleber Pattex® Stabilit Express. Dieser Kleber klebt sehr fest und dauerhaft.

Egal ob man den Fuß durch Löten oder Kleben mit der übrigen Lampe verbindet, muss man in jedem Fall peinlich genau auf die absolut richtige Ausrichtung achten, sonst steht die Lampe später regelrecht schief. Das richtige Ausrichten der Lampe und den Fuß für das Löten ist ein richtiges Geduldspiel; Fehlversuche sind quasi vorprogrammiert. Nach 2-3 solchen Versuchen bin ich geläutert und für immer zur Klebe-Option übergewechselt.

Ich versuche nicht, ein zerbrochenes Füßchen direkt an der Bruchstelle zu kleben, da die innerhalb der Bruchstelle verbleibende Klebermenge wirklich sehr dünn wäre, um eine hervorragende Standfestigkeit zu garantieren. Ich klebe den Fuß an der sonst unsichtbaren Unterseite mit einer geeignet geschnittenen und gebogenen Messingplatte. Durch die großzügige Dimensionierung dieser Messingplatte hat man jetzt wirklich eine große Klebefläche. Die oben noch sichtbare Bruchkante wird ja später durch das Bronzieren (siehe oben für meine Methode) verschwinden.

Aber auch bei dieser Methode ist es notwendig, für eine perfekte Ausrichtung der zu klebenden Teile zu sorgen. Diese Arbeit kann hier allerdings viel leichter verrichtet werden. Ich stelle dafür die Lampe ohne Brenner umgekehrt, also kopfrunter, auf den Arbeitstisch und sorge dafür, dass sie nicht umfallen kann (die Auflagefläche des Vasenrings könnte evtl. zu klein sein, um der umgekehrt aufgestellten Lampe Standsicherheit zu gewähren). Den gebrochenen Fuß klebe ich mit Sekundenkleber an der Bruchstelle. Nach einigen Sekunden ist der Sekundenkleber fest. Nun kann ich die zu klebende Messingplatte passend schneiden und biegen. Mit einer ordentlichen Portion des Zweikomponenten-Klebers wird dann diese Messingplatte unter dem Fuß geklebt. Nach dem Trocknen lassen sich sogar überstehende, störende Reste mit den Schleifvorsätzen von Dremel® abschleifen, wenn man Wert darauf legt.

Natürlich habe ich bei dieser Methode vorausgesetzt, dass das Füßchen nur abgebrochen war, ohne dass Metallteile verbogen oder sonst wie beschädigt waren. Sind Teile dennoch verbogen und beschädigt, kann man den Sekundenkleber nicht zu Hilfe holen, sonst wird der endgültig geklebte Fuß schief.

Jetzt hilft nur noch geduldiges, gefühlvolles Abschleifen der verbogenen Teile, damit man die Verwerfungen später nicht mehr sieht. Man muss das gebrochene Stück immer wieder an der Bruchstelle anlehnen, um zu sehen, wie viel Schleifarbeit noch nötig ist. Das Kleben nimmt man dann anders als oben beschrieben vor. Erst legt man die Lampe der Länge nach auf den Tisch, um ein Stück Messingblech genau unter dem Fußteil anzupassen. Danach klebt man das gebrochene Stück an Ort und Stelle, wartet 2-3 Minuten (nicht länger!), bis Stabilit etwas angezogen hat, und nun stellt man die Lampe  vorsichtig auf einer völlig planen Ebene auf die Füße, damit man den gebrochenen Fuß nicht schief, sondern genau den Untergrund berührend kleben kann. Jetzt kann man den Fußteil noch zügig korrigieren, falls notwendig (dabei von unten das Messingstückchen mit dem Finger fest andrücken). Ein geduldiges Festhalten des angeklebten Stücks 5-6 Minuten lang wäre anzuraten, denn sonst kann es sich in den ersten Minuten, als Stabilit noch einigermaßen fließfähig ist, von der Klebenaht loslösen.

 

Mein Tipp: Das richtige Löten ist Übungssache. Größere Metallteile, die zusammengelötet werden sollen, erfordern starke Lötkolben (ab 100 W; besser ist 150 W), damit man die größere Metallmasse richtig erhitzen kann, sonst kann sich Bleilot nicht mit dem übrigen Metall dauerhaft verbinden. Die zu lötenden Stellen sollten fein geschliffen sein, damit die Lötsäure das eigentliche Metall benetzen kann. Nicht sauber geschliffene, angelaufene, schmutzige, fettige, evtl. mit Schutzlack versehene Oberflächen nehmen kein Lot an.

Achtung! Zinklegierungen sind nicht ganz hitzefest, vor allem dann, wenn ihr Bleigehalt etwas höher liegt. Dann kann es vorkommen, dass die zu lötenden Zinkteile selber schmelzen, wenn man sie mit sehr heißem Kolben erhitzt. Wenn Sie nicht sicher sind, ob ihre Lampe starke Lötkolbenhitze gut verträgt, dann sollten sie an einer völlig unsichtbaren Stelle, tief innen des Fußes eine Probelötung vornehmen, und dabei auch sehr darauf achten, dass das entstandene Loch nicht zu sehen sein wird, falls die Zinklegierung an dieser Stelle die Hitze doch nicht aushält und abschmilzt. Wenn das geschieht, sollten Sie unbedingt zu einem schwächeren Lötkolben wechseln und niedriger schmelzendes Bleilot verwenden.

 

Verlöten oder Verkleben eines Metallrisses

Eine weitere Löt- oder Klebearbeit ist notwendig bei gerissenen Messingblechen. Messing bildet mit der Zeit sogenannte „Spannungsrisse“. Sie sind öfters sehr fein wie Haarrisse und nicht störend. Sie können aber auch durchgehend sein, mit dem Ergebnis, dass das Messingblech hier richtig gerissen und auseinander gegangen ist. Das geschieht öfter mal an Stellen, wo der Messingmontur (z.B. der Verbinder zwischen Fuß und Säule oder Vase) unter Spannung steht. Will man eine solche Stelle reparieren, muss man ein in der richtigen Größe geschnittenes und in die richtige Form gebogenes Messingblatt von innen vollflächig an den Riss löten (oder kleben; siehe oben). Um den Riss dabei möglichst geschlossen zu halten, muss man das Stück mit Schraubzwingen oder mit anderen Hilfsmitteln vorsichtig zusammendrücken. Vor dem Löten oder Kleben sorgen Sie unbedingt dafür, dass das anzubringende Messingblatt die richtige Biegeform aufweist und sich ziemlich gut an die Riss-Stelle anschmiegt.

Das Kleben des Messingblatts geschieht wie oben beschrieben, aber ohne Sekundenkleber, der hier unnötig ist. Zum Löten benetzen Sie wie üblich die gesamte Lötfläche des Messingblattes mit Lötsäure und bringen Sie einige Tropfen Lötzinn darauf, um sie anschließend zu schmelzen und flächendeckend zu verteilen. Diese vollständig mit Lötzinn versehene Seite drücken Sie gegen den Riss und erhitzen Sie anschließend das Blatt, indem Sie den heißen Lötkolben lange darauf drücken. Die angebrachte Lötzinn-Schicht schmilzt dabei und verbindet sich mit dem Messing der gerissenen Stelle, die Sie natürlich vorher auch mit Lötsäure benetzt hatten. Diese nachträgliche Erhitzung klappt noch besser mit der Bunsenflamme anstatt des Lötkolbens. Je sorgfältiger die Arbeit an der Formgebung des Messingblattes geschehen ist, umso besser gelingt die Löt- oder Klebearbeit. Wichtig ist, dass die Löt- oder Klebefläche groß genug ist, denn später wird dieser Teil der Messingmontur erneut unter Spannung geraten, wenn man die Lampe zusammenbaut.

 

Löt- und Klebearbeiten an Zink- und Messingteilen
Obere Reihe, von links: Angelöteter Fuß der Lampe L.017 (Aufnahmen von unten und von oben)
Angelöteter Fuß der Lampe L.101 (Aufnahmen von unten und von oben)
Untere Reihe, von links: Angeklebter Fuß der Lampe L.131 (Aufnahmen von unten und von oben)
Von hinten gelöteter Riss des Messing-Verbinders bei der Lampe L.288 (Aufnahmen von außen und von innen)

 

Reparatur der gebrochenen bzw. gebogenen Ränder

Manchmal bekommt man eine Zinkgusslampe, deren Vase an der oberen Kante angebrochen ist, da sie wohl versehentlich aus einiger Höhe runter gefallen war. Noch schlimmer sind die gebogenen Ränder des Bassindeckels aus Zinkguss, wohl geschehen aus ähnlichen Gründen. So ist es mir passiert mit einer herrschaftlichen, großen Lampe (L.246), deren Vase an zwei gegenüber liegenden Kanten angebrochen und deren Deckel an einer Stelle ordentlich nach unten gebogen war.

Die angebrochenen Kanten musste ich zunächst von der Bruchstelle ganz entfernen und durch Schleifen und Biegen wieder in die richtige Krümmung formen. Anschließend habe ich diese Teile mit Stabilit angeklebt und nach dem Trocknen sorgfältig plan geschliffen. Eine sehr große Vorsicht ist nötig bei dem Zurückformen des gebogenen Randes am Bassindeckel. Zinkguss kann man nicht wie Messing zurück biegen; es ist recht spröde. Man muss die gebogene Stelle mit Hammerschlägen wieder in Form bringen. Dabei läuft man Gefahr, dass das Glasbassin zerspringen könnte. Diese Arbeit ist nur Leuten mit Geschick und Innovation vorbehalten. Innovation ist deswegen nötig, um eine sehr gut geeignete Unterlage zu finden, um den Randbereich des Zinkguss-Deckels darauf zu stellen. Auf dem gebogenen Rand tut man ein ca. 2 cm dickes Holzstücken, worauf man mit einem mittelgroßen Hammer vorsichtig schlägt. Es wird nötig sein, mit dem Hammer mehrmals zu schlagen, bis der verbogene Rand wieder gerade ist. Bei dieser Arbeit wird der Zinkguss höchstwahrscheinlich einen Riss bekommen, den man nach getaner Arbeit zuspachteln kann.

Das Ergebnis dieser Erläuterungen sehen Sie im nächsten Foto. Nach sorgfältigem Spachteln, Schleifen und Bronzieren ist von den ursprünglichen Schäden nichts mehr zu sehen (siehe Pfeile).

 

Reparierte bzw. zurechtgebogene Kanten bei der Lampe L.246
Obere Reihe, von links: Angebrochene Kanten an zwei Stellen
Die gebogene Stelle des Bassindeckels
Untere Reihe, von links: Aufnahme von oben nachdem die angebrochenen Randstücke abgenommen wurden
Aufnahme von oben mit angeklebten und geschliffenen Randstücken
Endresultat ohne dass man die Reparaturen sieht (siehe Pfeile)

 

Ergänzen fehlender Kleinteile

Eine außergewöhnliche Reparaturarbeit, die ich Ihnen vorstellen möchte, ist das Ergänzen von fehlenden Kleinteilen mit Pattex® Stabilit Express. Diese Arbeit verlangt allerdings nach handwerklichem Geschick, denn jetzt muss man das fehlende Stück an Ort und Stelle neu modellieren, formen, gegebenenfalls in die richtige Form und Größe schleifen, glätten und anschließend mit passender Farbe übermalen. Wie ich oben erwähnte, kann festgewordene Stabilit-Masse wie ein Metall bearbeitet werden. Die Klebenaht ist so fest, dass sie bei diesen Arbeiten nicht abbricht.

Als erstes Beispiel führe ich die rechte Hand der Figurenskulptur bei meiner Lampe L.077 vor. Als ich die Lampe ersteigerte, war die Metall-Tulpe in ihrer rechten Hand, worin das Glasbassin eingekittet war, so schlecht und schief angelötet, dass ich sie von der Lötstelle abnehmen und neu löten musste. Dabei geschah genau das, was ich oben als mögliche Gefahr bei den Lötarbeiten an Zinkteilen beschrieb: Die Hälfte der Hand mit den Fingern schmolz buchstäblich weg! Es blieb keine andere Möglichkeit, als diese fehlende Partie mit Stabilit Express nachzubilden. Dazu trug ich eine genügend große Masse Stabilit Express an die verbliebene Hälfte der Hand, ließ ordentlich fest werden, und trug dann Schicht für Schicht Material ab, bis die Hand gut modelliert war. Zum Schluss habe ich die neu erstandene Hand mit passenden Farben übermalt. Es ist logisch, dass diese kleine „Bildhauerei-Arbeit“ nach kleinen und kleinsten Fräsvorsätzen verlangt. Diese Minifräser gibt es sowohl von Proxxon® als auch von Dremel® in Baumärkten. Es ist auch verständlich, dass gewisse künstlerische Fähigkeiten vorhanden sein müssen.

 

Neu modellierte Hand bei der Lampe L.077
Obere Reihe, von links: Der komplizierte Aufbau für die anstehende diffizile Lötarbeit
Zinkteil endgültig verlötet; die vier Finger sind wegschmolzen
Das noch vorhandene Handrücken der Figur
Untere Reihe, von links: Alle Finger sind mit Stabilit nachgeformt; die Hand hält jetzt einen selbst entworfenen Fantasie-Griff
Die Finger sind mit Revell-Farben bemalt
Endzustand der Reparatur: Das Glasbassin ist jetzt ganz gerade

 

Zwei weitere Beispiele zeigen, dass das Ergänzen eines abgebrochenen und verlorenen Metallornaments gut möglich ist, wenn man nur will und sich traut. Bei einer hochwertigen Zinkguss-Lampe fehlte ein kleines Ornamentteil an einer der drei Löwentatzen (siehe Pfeil). Um eine dauerhafte Verbindung zu schaffen, habe ich ein entsprechend zugesägtes Messingstück mit Stabilit geklebt. Auf die Vorderseite habe ich genügend Spachtelmasse aufgetragen, um daraus das fehlende Ornament zu formen. Das Bronzieren geschieht wie bei allen Zinkgussteilen: erst mit Schuhcreme grundieren, und darauf den Goldwachs auftragen.

 

Neu modelliertes Ornamentteil bei der Lampe L.150
Obere Reihe, von links: Das fehlende Ornament auf dem ersten Foto gut ersichtlich
Der abmontierte und gereinigte Fuß mit dem unvollständigen Ende
Das angeklebte Messingstück von hinten
Untere Reihe, von links: Das angeklebte Messingstück in der Vorderansicht
Aufgetragene und entsprechend modellierte Spachtel-Füllung
Endzustand der Reparatur: Fußteil jetzt wieder komplett

 

Eine sehr ähnliche Reparaturarbeit war auch bei einer alten Ditmar-Lampe notwendig. Hier war ein größeres Seitenornament des Sockels abgebrochen (siehe Pfeil). Auch hier habe ich ein entsprechend abgesägtes Messingstück angeklebt. Nach dem Auffüllen und Modellieren des Stabilit musste man lediglich die Bronzierung vornehmen. Die Reparatur kann man jetzt unmöglich von oben erkennen.

 

Neu modelliertes Seitenteil am Sockel der Lampe L.349
Obere Reihe, von links: Der abgebrochene Teil des Sockels von unten gut ersichtlich
Angeklebtes Messingstück von oben gesehen
Die Klebestelle des Messingstücks von unten (Aussparung für Ditmars Firmenzeichen)
Untere Reihe, von links: Stabilit aufgetragen und die Rillen darauf gefräst
Sockel in endgültigem, bronziertem Zustand
Aufnahme von oben (welcher Teil ist meine Ergänzung?)